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Fossiles Erdgas darf keine Brückentechnologie sein

Claudia Müller, grüne Bundestagsabgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern, kommentiert die Entscheidung: „Die Einigung und damit der Weiterbau der Gaspipeline Nordstream 2 ist eine Enttäuschung und ein schlechtes Zeichen für den Klimaschutz. Mit Nordstream 2 wird so eine Infrastruktur für eine erhöhte Nutzung fossiler Energieträger geschaffen.


Es ist das Eingeständnis, dass die Pariser Klimaschutzziele im Zweifelsfall nicht zählen. Auch die geostrategischen Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen. In Zeiten, in denen Putin die Ukraine rhetorisch und militärisch massiv unter Druck setzt und erneut die Souveränität des Landes in Frage stellt, senden Washington und Berlin mit dieser Vereinbarung die falschen Signale Richtung Moskau.


Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betont, dass durch die Gaspipeline auch bei uns im Land Arbeitsplätze entstehen. Die Zahl ist so gering, dass sie kaum ins Gewicht fallen.


Wenn Mecklenburg-Vorpommern in Arbeitsplätze investieren will, dann im Sektor der Erneuerbaren Energien und im Bereich der Produktion von ‚grünem Wasserstoff‘.


Fossiles Erdgas als wichtige Brückentechnologie zu sehen, ist schlicht falsches Denken. Der Ausbau von Erneuerbaren Energien muss jetzt vorangetrieben werden – für mehr Klimaschutz für die nächsten Jahrzehnte."

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