• Claudia

Mehr Mittel für die Binnenschifffahrt und Finanzierung für Seekanalvertiefung Rostock gesichert

Für die Seekanalvertiefung stellt der Bund nun 118 Millionen Euro (je 49 Mio. Euro 2023 und 2024, 20 Mio. Euro 2025) bereit. Das ist das Ergebnis der Verhandlungen im Haushaltsausschuss im Bundestag.


Für die Ampelkoalitionäre aus Mecklenburg-Vorpommern ist dies ein großer Erfolg. Gerade für das maritime Mecklenburg-Vorpommern-Duo im Bundestag Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen) und Hagen Reinhold (FDP) ist der Beschluss ein Grund für besondere Freude. Zusammen mit Dr. Paula Piechotta, bündnisgrüne Berichterstatterin für den Haushalt des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr und Co-Sprecherin der Landesgruppe Ost in der Bündnisgrünen Bundestagsfraktion, erklären sie:


Claudia Müller:


„Der Hafen Rostock wird zukunftssicher! Für den Hafen Rostock und die Region sind es grandiose Nachrichten, dass die Vertiefung des Seekanals sicher kommen wird. Wir haben es geschafft im Bundeshaushalt 2022 Mittel für das Vergabeverfahren für die Vertiefung zu verankern. Erst mit der tieferen Hafenrinne kann der Hafen Rostock zur Energie-Lebensader der gesamten Region werden. Der tiefere Hafen wird es Ammoniak und Wasserstoff transportierenden Schiffen ermöglichen Mecklenburg-Vorpommern in Zukunft anzusteuern. Ein weiterer Baustein zum Energiestandort Rostock und damit für die Versorgungssicherheit Ostdeutschlands wurde mit der Entscheidung gelegt.“


Hagen Reinhold:


"Endlich kann es für den Energiestandort und einen von Deutschlands erfolgreichsten Kreuzfahrthäfen Rostock richtig losgehen. Mit Anpassung der Hafenrinne bekommt die Schifffahrt der Zukunft nicht nur mehr Perspektive, sondern auch den technisch verlässlichen Tiefgang. Der Haushalt 2022 ermöglicht das Vergabeverfahren für die Hafenvertiefung Rostock. Wir ebenen somit im wahrsten Sinne des Wortes den Weg für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Mit den finanziellen Mitteln werden technische und infrastrukturelle Voraussetzungen für die Kreuzfahrtbranche aber auch für den Ausbau für Off-Shore Windenergie geschaffen."


Dr. Paula Piechotta:


„Wir haben als Ampel-Haushälterinnen und -Haushälter die Finanzierung für die Seekanalvertiefung Rostock gesichert und stellen dafür für die nächsten drei Jahre erstmals 118 Millionen Euro bereit. Gleichzeitig stocken wir das Förderprogramm Motoren und Modernisierung für die Binnenschifffahrt um 10 auf 40 Millionen Euro auf, um die Binnenschifffahrt mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen umweltschonender zu machen. Zudem beschleunigen wir die Sanierung und den Ausbau von Schleusen und erhöhen dafür die Unterhaltung der Bundeswasserstraßen um 20 Millionen Euro.


Mit diesen Maßnahmen stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit des Rostocker Hafens und die Binnenschifffahrt als umweltschonenden und effizienten Güterverker.“


Der rund 16 Kilometer lange Seekanal zwischen Ostsee und Seehafen wird auf 16,5 Meter vertieft, damit künftig Schiffe mit bis zu 15 Metern Tiefgang den Kanal befahren können. Die Seekanalvertiefung in Rostock wurde im Verkehrswegeplan 2030 bewertet und als notwendig eingestuft. Der Planfeststellungsbeschluss wurde im Juni/Juli 2021 erlassen, die Bauzeit beträgt drei Jahre.

16 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen