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Konjunkturprognose für Ostdeutschland des Dresdner Ifo Institut

Aktualisiert: Juli 20

Zur Konjunkturprognose für Ostdeutschland des Dresdner Ifo Instituts erklärt Claudia Müller, Mittelstandsbeauftragte:


„Die ostdeutsche Wirtschaftsstruktur ist nicht so anfällig für Konjunkturschwankungen, weil sie weniger exportorientiert und kleinteiliger ist. Das hat sich auch in der Finanzkrise 2008/09 gezeigt. Allerdings haben die ostdeutschen Betriebe meist ein sehr viel geringes Finanzpolster als viele Firmen in den alten Bundesländern. Daher ist es für sie meist schwerer, einen langen Atem zu haben und lange Krisensituationen durchzuhalten. Es ist eine verzögerte Insolvenzwelle in Ostdeutschland zu befürchten. Deshalb gibt es keine Entwarnung, sondern wird es wichtig sein, auch im Herbst und Winter aufmerksam die ostdeutsche Wirtschaftsentwicklung zu beobachten und gezielt gerade die kleinen und mittleren Betriebe in den ostdeutschen strukturschwachen Regionen zu unterstützen.“

CLAUDIA MÜLLER

Politikerin

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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