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Zukunftspapier "Werften und Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern"

Die GRÜNEN MV legen mit ihren Spitzenkandidaten zur Landtags- und Bundestagswahl ein Konzeptpapier zur Lage und zur Zukunft des Schiffbaus in Mecklenburg-Vorpommern vor. Mit dem Zukunftspapier „Werften und Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern“ wird aufgezeigt, wie an die gewachsene Schiffbautradition im Land anzuschließen ist. Das Ziel ist es, Kompetenzen im Land zu halten und den aktuellen Herausforderungen mit einer langfristigen Strategie zu begegnen. Eine innovative und nachhaltige Neuaufstellung der Branche im Land ermöglicht eine verlässliche Perspektive für die Werften in Stralsund, Wismar und Rostock und die vielen Zulieferbetriebe.

Hierzu Claudia Müller, Sprecherin für maritime Wirtschaft in der GRÜNEN Bundestagsfraktion und Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl: „Den bisherigen Einzelmaßnahmen und Rettungsversuchen der Landesregierung fehlt der rote Faden. Es werden immer neue Subventionen nachgeschossen, ohne, dass dies zu mehr Sicherheit für die Angestellten oder zukunftsfähigen Geschäftsmodellen führt. Dem anstehenden Umbruch in der Branche können wir mit einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Neuausrichtung des Schiffbaus begegnen. Das erhält und schafft gut bezahlte Jobs bei uns im Land und leistet einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Schifffahrt. Innovative Antriebstechnologien und klimaneutrale Kraftstoffe, wie zum Beispiel grüner Wasserstoff oder e-fuels, bieten für die maritime Branche in Mecklenburg-Vorpommern erhebliches Entwicklungspotenzial. Auch Angebote im Bereich des nachhaltigen Schiffsrecylings können das maritime Portfolio in der Region zusätzlich stärken und einen Beitrag zur Ressourcen- und Rohstoffeffizienz liefern.“

Dr. Harald Terpe, Spitzenkandidat zur Landtagswahl ergänzt: „Der Schiffbau gehört zu unserer DNA. Wir müssen uns aber entscheiden, ob wir innovativ in die Zukunft gehen wollen, damit die Branche nicht Schritt für Schritt zugrunde geht. Die Beschäftigten erwarten zu Recht, dass langfristige Lösungen gefunden werden, schließlich geht es gerade auch um ihre Zukunft. Um Sicherheiten für schlechte Zeiten aufzubauen, wollen wir einen Nothilfefonds einrichten, in den Unternehmen, Land und Bund einzahlen. Für die Koordinierung der Fördermittel von EU, Bund und Land brauchen wir zudem ein einen einheitlichen Investitionsplan für den Schiffbau und die maritime Wirtschaft. Da nur nachhaltige Ansätze auf Dauer eine Chance haben, wollen wir die Ausbildungsberufe in der Branche ökologischer ausrichten und mehr Weiterbildungen im Arbeitsleben ermöglichen. In der Kooperation mit der Wissenschaft, vor allem den Lehrstühlen für Schiffbau in Rostock und für Nautik in Wismar, liegt der Schlüssel für die emissionsarmen Schiffsantriebe und die Entwicklung von Nachhaltigkeitskriterien für den Schiffbau. Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Betrieben birgt ebenfalls noch viel Potential, das wir erschließen wollen.“

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CLAUDIA MÜLLER

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